Heimatverein Holpe e.V.
 
Geschichte
Holpe liegt im ruhigen Holperbachtal. Da, wo aus allen vier
Himmelsrichtungen enge Täler zusammentreffen, entstand die erste
Siedlung. Die Menschen bauten zunächst ihre Häuser entlang der
Bachläufe. Erst später weitete sich das Dorf auch auf die Höhen aus.
Die urkundliche Erstnennung stammt aus dem Jahre 1391. Holpe ist
nach gesicherten Erstnennungen damit nach Morsbach (ca. 895),
Wallerhausen (ca. 1050), Böcklingen (1311) und Alzen (1376) der
fünftälteste Ort der Gemeinde.
Der Name „Holpe“ leitet sich nach Harry Böseke vom keltischen „apa“
ab, wie alle Orts- und Flussnahmen die auf „pe“ enden. Die Bedeutung
des Wortes war „fließend Wasser in einer Niederung“, genau das, was
die Kelten zur Eisengewinnung brauchten.
Um 1500 wurde die heutige evangelische Kirche in Holpe als
katholisches Gotteshaus gebaut, die aber 1563 im Zuge der
Reformation im Homburgischen evangelisch wurde. Die
Freskomalereien in der evangelischen Kirche von Holpe stammen
ursprünglich aus der Spätgotik (um 1500); die heute sichtbaren
Fresken sind Rekonstruktionen. Die Prinzipalstücke werden in die 2.
Hälfte des 17. Jahrhunderts datiert.
Erst 1897-99 erfolgte der Bau der heutigen katholischen Pfarrkirche
„St. Maria Heimsuchung“ in Holpe. Sie birgt als besonderes Kleinod
seit 1912 eine 13 Registerorgel des bekannten Orgelbauers Johannes
Klais aus Bonn.
Heute hat sich trotz der evangelischen Wurzeln ein konfessioneller
Zweiklang in Holpe eingestellt.